London, England
London ist eine bekannte Metropole in England
 

London Geschichte

Fast keine europäische Hauptstadt hat eine so lange und wechselvolle Geschichte wie London, der Hauptstadt des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland. Erste Erwähnung fand London in Berichten über Julius Cäsar, der im Jahr 55 vor Christus die Gegend mehrfach besuchte, um mit den dort Ansässigen Handel zu betreiben. Es sollte aber noch fast einhundert Jahre dauern, bis die Römer 43 nach Christus an der Themse Londinium gründeten.
 
Das Riesenrad London Eye
 
Ziel der Festung war es, den Verkehr auf der Themse zu überwachen und einen Kontroll- und Verteidigungspunkt zu schaffen. Bis heute ist die Herkunft des Namens umstritten. So sagen die einen, dass der Name auf den damaligen König und Stadthalter Lud zurückgeht, andere sagen, dass auf dem Platz der heutigen St. Pauls Kathedrale ein Tempel der römischen Jagdgöttin Diana stand – Lan Dian. Die Römer herrschten die nächsten 400 Jahre über die Stadt, die in diesen Zeiten nichts weiter als ein Handelspunkt war.
 
Das Reiseland Oman hat eine interessante Geschichte vorzuweisen die ähnlich ist wie in London die auch sehr spannend ist.
 
Metropole London in England
 
Auseinandersetzungen mit den Nachbarvölkern und die nicht so guten Klimabedingungen führten schließlich zur Aufgabe der Festung. Erst um 600 findet London wieder in den Geschichtsbüchern Erwähnung, als die erste christliche Kirche auf ebender Stelle entsteht, auf der zu Zeiten der Römer der Dianen Tempel stand. 1066 hat London dann endlich seinen großen Auftritt. Mit der Krönung William I. wird London Hauptstadt. Bereits 34 Jahre später zählt man hier mehr als 10.000 Einwohner. Und die Stadt wächst unaufhaltsam weiter. Bereits 1560 steigt die Einwohnerzahl auf mehr als 100.000 und 1600 zählt man bereits 200.000 Londoner.

Das blieb natürlich nicht ohne Folgen. Zur gleichen Zeit wird auch der Handel mit anderen Staaten ausgeweitet. Das weckte natürlich den Neid der Nachbarn. Drei Bürgerkriege in Folge schwächen die wirtschaftliche Lage Londons. So erscheint es logisch, dass 1665 die Pest auch London erreicht und viele Todesopfer unter der Bevölkerung fordert. Ein Fünftel der Bewohner stirbt im folgenden Jahr. Mit dem großen Brand von London 1966 erlebte die Stadt anschließend ihre nächste Katastrophe. Die überwiegend aus Holz gebauten Gebäude der einfachen Arbeiter wurden eine leichte Beute der Flammen. Jedoch hatte dies auch zur Folge, dass die Pestneuerkrankungen sanken und die Epidemie ihren Ende entgegenging. Es sollte mehrere Jahre dauern, bis die verwüsteten Gebiete wieder aufgebaut wurden. Neubauten durften ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit Stroh- oder Reetdächern gedeckt werden und man installierte in den neuen Gebieten eine einfache Abwasserleitung.

 
Die Geschichte des Triumphbogen geht auch sehr weit zurück wie die meisten historischen Gebäude in London.
 
Um 1700 hatte sich die Stadt an der Themse so weit erholt, dass sie jetzt eine der wichtigsten Handelsstädte der Welt war. Profit wurde vor allem aus den vielen Kolonien Britanniens gezogen, die sich auf allen Kontinenten des Globus befanden. 1790 wird dann erstmals die magische Grenze von 1 Million Bewohner überschritten. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ging auch ein Aufschwung in Kunst und Kultur, ebenso wie in Bildung und Forschung einher. Viele Museen werden eröffnet, unter ihnen die Nationalgalerie, die Universität von London wird gebaut und eingeweiht und als erste U-Bahn der Welt wird 1863 der Metropolian Railway in Betrieb genommen, die heute noch drittlängste U-Bahn Strecke der Welt. 1888, im Herbst des Schreckens, erlebt London eine seiner schwärzesten Stunden. Mit Jack the Ripper hält das Grauen Einzug in die Stadt an der Themse und auch heute noch nähren die Ereignisse dieser Zeit die Fantasien vieler Londonbesucher. 1900 ist London mit 6 Millionen Einwohner die größte Stadt der Welt und international wie nie zuvor. Hier treffen sich Menschen aus allen Kontinenten. Dies findet seinen Höhepunkt in den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, die 1908 in London stattfinden. 1948 und 2012 war London ebenfalls Austragungsort der Olympiade. Das 20. Jahrhundert beginnt mit der Zerstörung großer Teile Londons. Aber trotz vieler Rückschläge richtet sich die Stadt an der Themse immer wieder auf und wächst und gedeiht. Heute ist sie eine Stadt, die multikultureller nicht sein kann, in der immer noch Geschichte geschrieben wird und die ihre Besucher mit ihrer wilden, interessanten und manchmal unfassbaren Geschichte erwartet.