London, England
London ist eine bekannte Metropole in England
 

London Eye

Das London Eye ist zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in London geworden. 1998 begann man mit dem Bau nach den Plänen der bekannten Architekten Julia Barfield und David Marks. Ingeneurin war Jane M. Wernick. Vor der Jahrtausendwende war das London Eye auch unter der Betitelung „Millenium Wheel“ bekannt. Mit seiner imposanten Höhe von ca. 140 Metern ist das London Eye das zurzeit größte Riesenrad Europas. Nach einer Bauzeit von fast zwei Jahren konnte das London Eye im März des Jahres 2000 schließlich eröffnet werden.
 
Das Riesenrad London Eye
 
Das London Eye besitzt 32 gleichgroße, nach außen abgeschlossene gläserne Gondeln. Die Gondeln sind darüber hinaus voll klimatisiert. In jeder Gondel finden bis zu 25 Personen Platz. Die Konstruktion des London Eye, die aus zwei unterschiedlich ausgelagerten Ringen besteht, welche die Gondeln tragen, stellt sicher, dass sich die Gondeln zu jedem Zeitpunkt in einer waagerechten Position befinden. So haben die Insassen einen durchgehend freien Blick auf die englische Metropole London.
 
Während einer London Reise gehört sicherlich zum Pflichtprogramm einmal eine Runde mit dem London Eye zu drehen.
 
Das Riesenrad London Eye
 
Das London Eye dreht sich verhältnismäßig langsam. Mit nur knapp 0,3 Metern pro Sekunde benötigt das Riesenrad für eine ganze Umdrehung fast 40 Minuten. Das Rad befindet sich in einer kontinuierlichen Bewegung und auch der Fahrgastwechsel kann in der Regel während der Fahrt stattfinden. Nur für den Ein- und Ausstieg von zum Beispiel gehbehinderten Fahrgästen oder Rollstuhlfahrern hält das London Eye kurzzeitig an. Insgesamt sind vier mal vier Antriebsräder am Radkranz für den Antrieb des Riesenrads zuständig. Wer sich für eine Fahrt mit dem London Eye entscheidet, sollte schon frühzeitig Tickets erwerben.

Zu den Stoßzeiten kann es zu nicht geringen Wartezeiten kommen. Wer einen Platz in einer der 32 Gondeln des London Eye ergattert hat, kann am höchsten Punkt der Fahrt und bei guten Sichtverhältnissen bis zu 40 Kilometer über die Stadt blicken.

Auch Das Schloss Windsor, das ja außerhalb der Kernstadt gelegen ist, kann von hier aus gesehen werden. Das London Eye wird seit dem Jahre 2011 durch EDF Energy gesponsert. Betreiber ist die in England bekannte Merlin Entertainments Group. Dies war jedoch nicht immer so: Zum Zeitpunkt der Eröffnung gehörte das Riesenrad der Tussauds Group, der Familie Barfield und der bekannten britischen Fluggesellschaft British Airways zu jeweils gleichen Anteilen.

Das London Eye ist weltweit das drittgrößte Riesenrad. Bis zum Jahre 2004 führte es sogar die Liste der weltweit größten Riesenräder unangefochten an. In Europa ist es noch immer das größte seiner Art. Auf internationaler Ebene ist nur das 2008 eröffnete "Dubai Wheel" und der im Jahre 2004 eröffnete „Stern von Nanchang“ in China größer.

 
Bei einem Zeppelinflug kann man auch eine tolle Aussicht genießen, aber das London Eye ist sicherlich noch spektakulärer.
 
Der Bau des London Eye

Architekten des Riesenrades waren David Marks und Julia Barfield. Nick Bailey entwarf das beeindruckende Glasdesign der 32 Gondeln. Insgesamt waren mehrere ausländische Firmen an dem Bau dieses Mega-Vorhabens beteiligt. Die Maschinenbaufirma Skoda aus Tschechien lieferte unter anderem die Drehachse des Rades. Die Bauaufsicht übernahm ein niederländisches Unternehmen: die Firma Hollandia. Das extra für das London Eye abgestimmte und veränderte System zur Stabilisierung entwarf das französische Unternehmen Sigma, der Antrieb stammt von Bosch Rexroth. Aufgrund der Größe und der unterschiedlichen technischen Elemente war es notwendig, das London Eye zunächst in liegender Position zusammen zu bauen. Heute ist klar: Das London Eye hätte durchaus früher fertiggestellt und eröffnet werden können, denn bei der Aufrichtung des Riesendrades kam es zu nicht unerheblichen Komplikationen. Mit Hilfe eines der größten Schwimmkräne der Welt sollte das Rekord-Riesenrad schließlich in eine aufrechte Position gehievt werden. Die Einschätzungen und Berechnungen der Kräfteverhältnisse waren jedoch falsch, sodass der Versuch fehlschlug. Erst ganze vier Wochen später war man in der Lage, das London Eye etappenweise aufzurichten: Dazu wurde es in einem ersten Schritt in eine geneigte Position von ca. 60 Grad gehoben. In weiteren Arbeitsschritten, die weitere 7 Tage in Anspruch nahmen, wurde das London Eye dann schließlich in seine heute bekannte Position gebracht.